5.2 Kreativitätstechniken – guten Ideen auf der Spur

Ideen fallen nicht vom Himmel, vielmehr sind sie das Ergebnis methodischer Denkprozesse. Dabei ist die erste Idee selten die beste. Es gilt, weiterzudenken und an den Ideenrohlingen zu feilen, um den Sprung aus der Mittelmässigkeit zu schaffen.

Kreativität ist ...

... die Fähigkeit, Wissen und Erfahrungen aus verschiedenen Lebens- und Denkbereichen unter Überwindung verfestigter Struktur- und Denkmuster zu neuen Ideen zu verschmelzen.

Die beliebtesten Kreativitätstechniken kurz vorgestellt:

 

 

Brainstorming

Eine überschaubare Gruppe von maximal zehn Teilnehmern sitzt zusammen und lässt jedem Gedanken zum Thema freien Lauf. Wichtig ist, dass keinerlei Wertung oder Kritik ins Spiel kommt, denn das schüchtert ein und hemmt den Gedankenfluss. Ein Teilnehmer schreibt die Ideen stichwortartig auf. Die Gedanken werden anschliessend strukturiert und allenfalls weiterentwickelt. Brainstorming ist sozusagen der «Prototyp» kreativer Teamarbeit. Die Regeln – wie Ideenfindung von Ideenbewertung trennen, zuhören und Ideen anderer aufgreifen, mutig sein, Ideen äussern und möglichst viele statt möglichst gute Ideen produzieren – gelten auch für andere Kreativitätstechniken. 


Ein systematisches, stufenweises Vorgehen führt fast immer zu guten Ideen.

Ein systematisches, stufenweises Vorgehen führt fast immer zu guten Ideen.

Mind-Mapping

Das Mind-Mapping ist eine Aufzeichnungsmethode, die sich eignet, um Gedanken zu strukturieren, Ideen zu finden und Projekte weiterzuentwickeln. Mind-Mapping fördert das ganzheitliche Denken, weil es auf dem Prinzip der Assoziation beruht und beide Gehirnhälften anspricht. So ist für das Zeichnen der Äste und Bilder die rechte Gehirnhälfte und für die sprachlichen Elemente wie Schlüsselwörter und Symbole die linke Gehirnhälfte gefordert. Das Resultat ist eine übersichtliche Gedankenlandkarte.

Morphologische Matrix

Bei der Morphologischen Matrix werden alle denkbaren Möglichkeiten innerhalb einer zuvor festgelegten Produktdimension aufgelistet. Bei der Erstellung einer Produktbroschüre lassen sich beispielsweise folgende Dimensionen finden: Material, Form, Einband, Format, Bilder, Falttechnik, Typografie, Layout, Inhalt, Farbe. Jede dieser Dimensionen bietet wiederum verschiedene Möglichkeiten. Material kann beispielsweise sein: Glas, Pappe, Holz, Blech, Kunststoff, Papier, Schaumstoff, Leder usw. Am Ende haben Sie eine Matrix, deren Einzelelemente Sie frei kombinieren können – eine ideale Grundlage für das Entwickeln ungewöhnlicher Ideen für Verpackungen, Broschüren, Logos oder Mailings.

Osborn-Checkliste

Die Osborn-Checkliste beinhaltet eine Reihe von Standardfragen, die helfen, ein bekanntes Produkt zu verändern, um damit die Aufmerksamkeit des Betrachters zu erregen. Zum Beispiel: Wie lassen sich Grösse oder Proportion des Produkts anpassen? Ist der Wirkungsgrad optimierbar? Lässt sich die Handhabung ändern? Welche alternativen Materialien sind denkbar? Und so weiter. Alex Osborn hat seine Checkliste ursprünglich zur Verbesserung und Entwicklung von Produkten konzipiert. In einer erweiterten Form eignet sie sich auch zum Entwickeln von Werbeideen und aussergewöhnlichen Produktverpackungen.  

Visuelle Synektik

Bei dieser Analogietechnik geht es darum, durch zufällige visuelle Reize Begriffe und Emotionen zu wecken, die dann mit der Aufgabe in Verbindung gebracht werden. So durchbricht man gewohnte Denkweisen und sieht das zu bewerbende Produkt aus einem anderen Winkel. Der Moderator greift zu zwei bis drei vorbereiteten Bildern und lässt die Anwesenden dazu ein Brainstorming durchführen. Alle Assoziationen werden notiert. Anschliessend wird eine herausgegriffen und ein Bezug zur Frage hergestellt. Diese Methode eignet sich, um neue Ideen für Produkte, Kampagnen oder Verpackungen zu finden.

Konfigurator
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Disney-Methode / Sechs Denkhüte von de Bono

Bei diesen beiden Methoden geht es um Perspektivenwechsel. Bei der Methode von Walt Disney werden drei Haltungen eingenommen: die eines Träumers, eines Realisten und eines Kritikers. Dazu dienen Stühle oder Räume. De Bonos Methode mit den sechs Denkhüten ist noch etwas differenzierter, denn sie umfasst sechs verschiedene Sichtweisen. Das Geniale an diesem Vorgehen ist, dass alle zur gleichen Zeit denselben Fokus haben. Die Teilnehmer einer Besprechung arbeiten miteinander und nicht mehr gegeneinander. Edward de Bono nennt dies «paralleles Denken». Geeignet sind die beiden Methoden vor allem, um Ideen zu entwickeln und zu bewerten, Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen.

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